Erfahrungen mit der Kinder- und Jugendreha im Caritas-Haus Feldberg

 

Herr F.K.* schreibt im März 2019 über eine Kinderreha AD(H)S:

"Wir haben im Caritas-Haus Feldberg im Januar eine 4-wöchige Rehabilitationsmaßnahme für unseren 9 jährigen Sohn durchgeführt. Die ersten zwei Wochen wurden durch die Mutter, beide weiteren Wochen durch den Vater begleitet.

  • Wir wurden herzlich aufgenommen. Das gesamte Klinikpersonal war freundlich und zuvorkommend.
  • Die Zimmer waren zweckmäßig eingerichtet, sauber und teilweise mit spektakulärem Ausblick.
  • Die Mahlzeiten wurden in Form eines Büfetts in der Kantine eingenommen. Besonders die Mittagsmahlzeit traf nicht immer den Geschmack aller, war jedoch für uns in der Regel okay, da man aus verschiedenen Gerichten sich ein individuelles Menu zusammenstellen konnte.
  • Von der Schule war mein Sohn begeistert. Die Lehrerinnen waren sehr freundlich und schienen sich immer hervorragend auf die individuellen Charaktere und unterschiedlichen Stimmungen der Schüler anzupassen. Die Rückmeldungen an die Eltern erfolgten regelmäßig und kompetent. Hier wurden des Weiteren Konzentrationshilfen und insbesondere Lernmethoden besprochen.
  • Das nachmittägliche Programm in der Kindergruppe wurde von meinem Sohn ebenfalls gut angenommen. Es wurden gemeinsame Projekte erarbeitet, sowie Spiele gespielt.
  • Durch die Ärzte und Psychologen wurden die Eltern und Kinder gut durch die Kur begleitet. Es wurden Lösungen für die individuellen Befindlichkeiten erarbeitet, bzw. vorgestellt. Wir haben uns gut aufgehoben und kompetent beraten gefühlt.
  • Durch das hervorragende Winterwetter konnten wir ausgiebig in der tollen Natur um das Caritas-Haus spielen. Es wurden Schneehöhlen gebaut, Schlitten und Ski gefahren. So konnte das programmfreie Wochenende gefüllt werden, ohne das Langeweile aufkam.

Wir können den Aufenthalt und die therapeutischen Maßnahmen für Kinder mit ADHS im Caritas-Haus Feldberg ohne Bedenken weiterempfehlen. Die Rehabilitationskur war für alle ein Gewinn.

Ich hoffe, der Text war nicht zu lang. Wir möchten Ihnen für den Aufenthalt danken und werden gerne wiederkommen, falls noch mal ein Kuraufenthalt ansteht.

Mit freundlichen Grüßen,
F. K."*

*Name geändert

Frau M. I.* schreibt uns im Februar 2019:

"Ich war vor Kurzem mit meinem 6-jährigen Sohn in der ADHS Reha im Caritas-Haus Feldberg. Ich muss sagen, dass wir da sehr gut aufgehoben waren, das Personal ist sehr kompetent und freundlich.

In den 4 Wochen habe ich als Elternteil viel über ADHS erfahren, mir wurden viele Tipps und Tricks beigebracht um das ganze Konzept zu Hause weiter zuführen. Es ist einfach super feststellen zu können, dass man nicht alleine da steht und dass man Hilfe bekommt. Die Kinder werden psychologisch, pädagogisch und medizinisch betreut.

Die Umgebung ist atemberaubend schön und man kann viel in der Natur unternehmen. Ich kann diese Rehaklinik nur weiterempfehlen, dort ist man in den richtigen Händen."

* Name geändert

Erfahrungen eines Jugendlichen mit der Reha

"Nachdem ich (männlich, 14 Jahre) wegen meiner ADHS schon alles Mögliche an Therapien durchhatte, machte die Schulpsychologin meine Eltern darauf aufmerksam, dass es auf dem Feldberg ein Haus gibt, das eine 4-wöchige Reha-Maßnahme für Jugendliche mit ADHS anbietet. Die Idee gefiel mir sofort gut, weil es in der Schule nur noch schrecklich war und dadurch auch zu Hause die Probleme immer größer wurden. Ich freute mich also auf vier
Wochen ohne Schule mit anderen Jugendlichen zusammen und stellte mir das Ganze so ein bisschen wie Zeltlager mit mehr Anleitung vor.

Jetzt sind die vier Wochen vorbei, und ich vermisse die anderen aus der Gruppe jetzt schon sehr. Wir haben uns nicht gerne voneinander getrennt. Auf dem Feldberg habe ich endlich mal gesehen, dass es auch andere gibt, die ein ähnliches Problem wie ich haben. Da gab es mehrere, mit denen ich mich sofort gut verstanden habe. Neben der Schule und den Therapien hatten wir viele Möglichkeiten, etwas zusammen zu machen. Wir durften sogar auch ohne Betreuer nach draußen, um z.B. zu joggen oder in eine nahegelegene Hütte zu gehen. An den Wochenenden machten wir tolle Ausflüge (z.B. Eislaufen, Kino, Bowling, Langlaufen im Schnee, Nordic Walking...). Mit den Betreuern konnte man auch gut auskommen. Die meisten waren sogar ziemlich cool. Natürlich gab es jede Menge Regeln, die man einhalten musste, aber die waren eigentlich gar nicht schlimm. Ich hätte gerne mein Handy häufiger gehabt, aber wir hatten stattdessen ja die anderen, mit denen man etwas zusammen machen konnte. Wir haben oft Wizard oder Poker gespielt. Abends waren wir oft im Schwimmbad oder in der Turnhalle (beides im Haus).

In der Schule konnte ich besser arbeiten und mich konzentrieren als in meiner normalen Schule. Dort fand ich es aber auch oft langweilig, weil ich einfach meinen Plan abarbeiten musste. Zwischendurch hatten wir mal andere Lehrer. Bei denen haben wir am Ende immer gespielt. Das war klasse.

Wir hatten auch viele Gespräche mit der Psychologin und der Ärztin. Dazu hatte ich am Anfang gar keine Lust. Ich habe aber schnell gemerkt, dass beide total nett waren und das Reden sogar Spaß gemacht hat. Bei ihnen habe ich gelernt, mich selbst zu beobachten, damit ich besser weiß, was gut für mich ist und was nicht. Am besten fand ich die
Selbstorganisationsstunden bei der Psychologin. Dort haben wir uns in Gruppen überlegt, wie wir unseren Alltag besser in den Griff kriegen. Wir durften immer auch sagen, wie wir die anderen einschätzen, und die anderen haben gesagt, was sie bei mir beobachtet haben. Ich hätte nie gedacht, dass mir sowas mal so viel Spaß machen könnte.

Am Ende der Reha hoffe ich, dass ich einiges von dem, was wir dort gelernt haben, vor allem in der Schule, aber auch anderswo gebrauchen kann.

Ich wollte schon gerne wieder nach Hause, aber die vier Wochen habe ich auf jeden Fall sehr genossen."

Ein Bereicht über eine Kinderreha AD(H)S im Dezember 2016

Junge, 7 Jahre alt, Diagnose: ADS, AVWS
Begleitpersonen: Mutter und Schwester, 5 Jahre
Grund des Aufenthaltes: Schulprobleme, Belastung Mutter-Kind Beziehung, Probleme bei alltäglichen Abläufen sowie bei den Hausaufgaben

Frau M.H.* schreibt: "Benjamin war der jüngste unserer Gruppe von insgesamt 11 Kindern im Alter von 7 bis 11 Jahren, die alle verschiedenste Symptome von ADS und ADHS aufweisen. Alle Kinder dieser Gruppe waren in einem etwas abgelegenem Gang untergebracht und konnten einen gemeinsamen Aufenthaltsraum nutzen, was sehr gut war damit die Kinder, insbesondere aber auch die Begleiteltern (Mütter und ein paar wenige Väter) einen gemeinsamen Treffpunkt hatten und dort gemeinsam Zeit verbringen konnten.

Der Anfang lief etwas schleppend, was daran lag, dass erst alle ankommen mussten und erst einmal alle Erstgespräche mit Ärzten, Pädagogen und Therapeuten geführt wurden. Nach einer knappen Woche ging es dann aber so richtig los und die Termine sowohl für Eltern und Kinder wurden mehr. Einzelgespräche, Elternschulung, Hausaufgabenmethodik, Eltern Kind Aktionen usw. Aber gerade für die Eltern ein guter Mix aus Terminen und Freizeit die für Austausch aber auch zum Entspannen oder zu anlesen von Informationen genutzt werden kann. Die Kinder sind tagsüber sehr ausgelastet, abends aber gibt es eher weniger Angebote. Dies haben wir als Gruppe zum Anlass genommen und haben u.a. in der Lehrküche gebacken oder im Aufenthaltsraum gebastelt. Auch eine schöne
Erfahrung wenn 11 Kinder mit doch recht problematischen Verhaltensweise zusammen mit Ihren Eltern etwas in Eigenorganisation machen. Und es hat recht gut geklappt.

Die Klinikschule hat es geschafft, dass Schule nicht mehr so negativ behaftet war und wieder mehr Spaß gemacht hat. Auch wenn der Stoff der in der Heimatschule durchgenommen wurde nicht geschafft wurde und zu Hause nachgearbeitet werden musste. Aber die Lehrer sind sehr bemüht und Benjamin hatte endlich mal das Gefühl verstanden zu werden.

Gegen Mitte der Reha,ist die Stimmung kurz etwas gekippt. Teilweise, da sich die Kinder nun sicherer gefühlt haben und teilweise, da bei einigen die Medikamente umgestellt wurden oder damit angefangen haben. Die Ärzte, Therapeuten und die Pädagogen haben jedoch toll reagiert und es hat sich wieder gebessert.

Generell kann ich nur sagen, dass wir wirklich gute Tipps und Informationen bekommen haben. Endlich war das Umfeld wirklich auf die Besonderheiten der Kinder eingestellt, endlich konnte man sich mit Eltern austauschen die verstehen was man meint und wie es einem geht. Schon alleine das war Gold wert und hat Benjamin zu einem besseren Selbstwertgefühl verholfen. Man muss klar sagen, dass sich im Alltag aber nur etwas ändern kann, wenn man zu Hause auch Dinge umsetzt, die man aus der Reha mitgenommen hat. Ich kann nur sagen, dass nach der Reha zwar nicht alles super ist, aber manche Dinge besser klappen und die Mutter-Kind Beziehung entspannter geworden ist und Benjamin etwas unbeschwerter sein kann.

Ich kann diese Maßnahme daher nur empfehlen!"

* Name geändert


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