Lesung und Talk mit Lars von Saldern
am 26. Mai 2011 um 15 Uhr im Caritas-Haus Feldberg
Hollywood – das ist die Traumfabrik: schöne Frauen, starke Männer, phantastische Geschichten. Ist es nicht, sagt Lars von Saldern: Hollywood ist ein knallhartes Geschäft, entertainment business, „genauso abgefuckt wie ein anderes Geschäft“. Und Lars von Saldern muss es wissen: er hat sieben Jahre lang in Los Angeles gelebt und das Hollywood-Geschäft mitgemacht. „Die Künstler kommen mit Träumen dorthin – aber L. A. ist eine unheimlich harte, eiskalte, gefährliche Stadt.
Das bemerkt man nicht, wenn man hinkommt: alle Leute leben den gleichen Traum und man steckt sich gegenseitig mit Träumen und Phantasien immer wieder an.“
Träume und Phantasien hatte Lars von Saldern genug: Als relativ erfolgreicher Schauspieler – er hatte unter anderem mit Witta Pohl gedreht und im „Tatort“ mitgespielt – kam Lars von Saldern Mitte der 90er Jahre nach Hollywood. Anfangs lief alles gut: er wurde herzlich aufgenommen, drehte, unterrichtete an einer bekannten Schauspielschule, produzierte Dokumentarfilme. Doch der große Durchbruch – blieb aus. Jahr für Jahr. Genauso wie die Aufträge aus Deutschland. Eine Karriere, die Tausende anderer vor ihm gemacht haben und irgendwann realisieren, dass Traum und Wirklichkeit verschiedene Dinge sind: „Plötzlich sind die Leute 60, rennen immer noch etwas hinterher und haben es nicht geschafft.“
Bei Lars von Saldern klingelte der Wecker rechtzeitig: eine schwere Krankheit ließ ihn – gerade noch rechtzeitig – aus seinen Träumen erwachen. Zurück in Deutschland, hatte er Mühe, ins normale Leben zurückzufinden. Und Mühe, Abstand zum ganz normalen Lebensstil Hollywoods zu bekommen. Jetzt, nach Jahren, hat er es geschafft. Und ein Buch über seine Erfahrungen geschrieben. Keine autobiographische Gefühlsduselei, sondern einen packenden Thriller. Der auf eigenen Erfahrungen basiert: „Man merkt, ob jemand ein Buch lebt – das ist so, als wenn jemand den Blues am Klavier spielt und man denkt, er hat es in der Klavierschule gelernt.“
Am Donnerstag, 26. Mai 2011, um 15 Uhr, ist Lars von Saldern zu Gast im Caritas-Haus Feldberg. Er liest aus seinem Thriller „Operation Schauspieler“ und erzählt im Gespräch mit SWR-Moderatorin Annette Christine Hoch über Träume und Wirklichkeiten, über Hollywood und das, was dahintersteckt.
Das Caritas-Haus Feldberg ist die höchstgelegene Mutter-Kind und Rehabilitationseinrichtung für Kinder und Jugendliche in Deutschland. Das Haus existiert seit 85 Jahren und ist der größte Arbeitgeber in der Gemeinde Feldberg. Seit der Neugründung des Klinikbetriebs im Jahr 1995 vereint das Caritas-Haus Feldberg Kinder- und Jugend- sowie Mutter-Kind-Vorsorge und Rehabilitation. Das interdisziplinäre Team erlaubt es gemeinsam mit den Patienten einen Weg zu gehen, der sie in ihrer Gesundheit, ihren Aktivitäten und ihrem sozialem Leben unter allen medizinisch-therapeutischen Aspekten stärkt.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. |